Logo Onkie Nr.6 - Herbst 2003

Das Magazin der Hämatologisch-Onkologischen Abteilung
im Dr. von Haunerschen Kinderspital München
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Grüß Gott, liebe Leserinnen und Leser...

... von wegen Sommerloch! Während wir in den Medien - mal abgesehen von den Plänen der Politiker hinsichtlich der Gesundheitsreform, die uns erheblich aufgeschreckt haben - viele Verlegenheitsmeldungen in diesem heißen Jahrhundertsommer vernehmen durften, darf ich Ihnen versichern, dass wir Ihnen diesmal einige Neuigkeiten mit „Hand und Fuß“ berichten können.

Aber alles schön der Reihe nach!

- Ein herzliches Willkommen entbieten wir Herrn PD Dr. med. Arndt Borkhardt, der ab November die Hämatologisch/Onkologische Abteilung an unserer Kinderklinik leiten wird.

Wir, Vorstand und Mitglieder der Elterninitiative, wünschen ihm alles Glück der Welt für seine zukünftige Aufgabe und versichern ihm unsere Bereitschaft für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit im Sinne der Kinder und ihrer Eltern. In einem Begrüßungswort stellt sich Herr PD Dr. Borkhardt bei Ihnen vor.

- Gleichzeitig darf ich mich im Namen aller Mitglieder mit einem herzlichen Dank von der geschätzten Leiterin der Abteilung Frau Prof. Dr. med. Christine Bender-Götze verabschieden. Es verdient höchstes Lob, dass sie die vergangenen zwei Jahre die schwere Aufgabe der Abteilungsleitung in einer Zeit des Umbruchs und der Unsicherheiten souverän und mit ungeheuerem Einsatz gemeistert hat. Wir danken ihr im Namen der ungezählten Patienten und ihrer Eltern und wünschen ihr alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit für den wohlverdienten Ruhestand.

- Ich habe es nachgeprüft:
im Jahr 1996 begann der Briefwechsel mit der Klinik- und Abteilungsleitung, als Ernst Bauer die Idee für ein HOP(e)-Center München den damals verantwortlichen Chefs vortrug. Ein mittlerweile in all seinen Schräubchen krachender Ordner beinhaltet sämtliche Schreiben, die seit dieser Zeit zwischen Ministerium, Innenstadtklinikum, Kinderklinik, Uni-Bauamt, Liegenschaftsamt, Abteilung, Station und Ernst Bauer hin und her flatterten. Von Anfang an galt das Angebot der Elterninitiative Intern 3, diese Einrichtung mit einem erklecklichen Betrag (bis zu 1,5 Millionen Euro) aus den Spenden ungezählter Bürger weitgehend zu finanzieren.
Das fanden alle eigentlich wunderbar.

Wenn ich aber die Schreiben so durchsehe, wundere ich mich noch nachträglich, wie geduldig und langmütig Ernst Bauer jeden einzelnen Verantwortlichen immer wieder aufs Neue von der Wichtigkeit, ja der Notwendigkeit der Einrichtung zu überzeugen versuchte. Und ich kann Ihnen versichern, nicht alle Antwortschreiben, die er erhielt, waren von reiner Freundlichkeit geprägt.

Den Durchbruch - das herauszustellen, möchte ich keinesfalls versäumen - verdanken wir Herrn Prof. Dr. Reinhardt, der vom Tag seiner Amtsübernahme als Leiter der Kinderklinik an hinter den Plänen für ein HOP(e)-Center München stand.

Zusammen mit Ernst Bauer kämpfte er um die Verwirklichung des Projektes und dafür sei ihm im Namen aller in der Initiative von Herzen gedankt.

Denn, liebe Leserinnen und Leser, nachdem nun endlich auch die letzte Hürde, das Raumproblem, genommen wurde, kann demnächst mit dem Ausbau der für das HOPE(e)-Center München so wichtigen Transplantationseinheiten begonnen werden.

Auch bei den Chefs der Kinderchirurgie und der Kieferchirurgie, die so kooperationsbereit waren, Raum zu tauschen oder gar abzugeben, um die Planung nicht zu gefährden, bedanken wir uns herzlich.

Es wird nun entstehen, das HOP(e)-Center München:
als optimale Basis für ausgereifte Therapie, umfassende Betreuung und nicht zuletzt als kinderonkologisches Forschungszentrum - als Lebens- und Überlebenschance zum Wohle der krebskranken Kinder.

Noch ein Dank sei ausgesprochen: unseren Spendern, die uns allzeit zutrauten, das HOP(e)-Center München durchzusetzen, den Mitgliedern, die uns stets kraftvoll unterstützten, obwohl sie seit nahezu acht Jahren in jedem Sitzungsprotokoll vergeblich auf eine entscheidende Meldung warten mussten, den „Aktiven“ und dem gesamten Vorstand für ihr großes Engagement.
Und ganz besonders unserem 1. Vorsitzenden Ernst Bauer, der mit Weitblick, Sachverstand, Geduld und Fairness - vor allem aber mit ständigem Blick auf das Schicksal der krebskranken Kinder - nicht locker ließ, bis sein erklärtes Ziel, die Verwirklichung des HOP(e)-Centers München, erreicht war.

- Als das erste Stationsmagazin Onkie im Sommer 2000 aufgelegt und Onkie, das kleine Blutströpfchen entstanden war, kam die Idee auf, eines Tages Onkie als Maskottchen für die Kinder der kinderonkologischen Abteilung an unserer Klinik anzubieten. Nach einigen heftigen „Geburtswehen“ ist er nun geboren: Onkie zum Anfassen.
Innerhalb der nächsten Wochen (etwa Mitte November) wird sich der putzige kleine Tropf persönlich bei den Kindern vorstellen. Wir hoffen sehr, dass er allen Kindern gefallen wird und wünschen ihnen viel Spaß damit!

- An keinem Menschen in unserer Gesellschaft wird das Resultat der geplanten Änderungen im Gesundheitswesen spurlos vorübergehen. Wir, die Mitglieder der Elterninitiative, werden uns auch in Zukunft deshalb nicht den Luxus leisten, die Hände in den Schoß zu legen. Alle Selbsthilfegruppen für krebskranke Kinder in der BRD werden besonders gefordert sein, um Härtefälle abzufangen, um strukturell einzugreifen, wenn die Gegebenheiten es erfordern.

Eigentlich müssen wir ALLE unsere Solidarität täglich aufs Neue unter Beweis stellen. Lassen Sie mich mit einem Satz von Albert Schweitzer schließen: „Such dir ein Ehrenamt, in dem du Mensch unter Menschen sein kannst, eine Aufgabe, die dich neue Welten entdecken lässt, dir neue Perspektiven gibt. Das bewahrt vor Resignation und Verzweiflung - dich selbst und andere auch.“

Es grüßt Sie herzlich Beller-Wendling

Der Orginaltext als PDF-Dokument (96 kB)

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Zuletzt aktualisiert durch Udo Fischer, 15.10.2011